
Ratgeber Adipositas permagna
Informationen für Betroffene und Angehörige

Links zu Adipositas
Deutsche Adipositas-Gesellschaft e. V.
www.adipositas-gesellschaft.de
Adipositas Verband Deutschland e. V.
www.adipositasverband.de
Adipositaschirurgie Selbsthilfe Deutschland e. V.
www.acsdev.de
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
www.dge.de
Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V.
www.dgem.de





Bei der Diagnose von Adipositas spielen neben dem Gewicht, der Body-Mass-Index, die Fettverteilung und der Taillenumfang eine wichtige Rolle. Bei einem Body-Mass-Index von über 30 kg/m² spricht man von Adipositas. Liegt der Body-Mass-Index über 40 kg/m² lautet die Diagnose Adipositas permagna. Bei der Fettverteilung unterscheidet man zwischen dem weiblichen und dem risikoreicheren männlichen Fettverteilungstyp, der mit vermehrtem Bauchfett einhergeht. Eine Blutanalyse kann helfen, sowohl Erkrankungen, die die Adipositas begünstigen, als auch durch die Adipositas entstandene Folgeerkrankungen zu diagnostizieren. Auch eine Messung des Blutdrucks sowie ein Elektrokardiogramm können bei der Diagnose von Adipositas zum Einsatz kommen.
Bei Adipositas handelt es sich um eine Erkrankung, die mit einer starken Erhöhung des Körpergewichts- und fetts einhergeht. Adipositas wird auch als Fettleibigkeit bezeichnet und kann mit verschiedenen Symptomen und Folgeerkrankungen einhergehen. Zu den Symptomen können körperliche Beschwerden wie Rücken- und Knieprobleme gehören, aber auch psychische Auswirkungen wie ein mangelndes Selbstwertgefühl aufgrund von Ausgrenzung können auftreten. Folgeerkrankungen, die bei Adipositas auftreten können, sind unter anderem Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Lungenerkrankungen. Bereits Kinder können von Adipositas betroffen sein. Die schwerste Form der Adipositas ist die Adipositas permagna, die bei einem Body-Mass-Index von über 40 kg/m² diagnostiziert wird.
Adipositas wird, je nach Body-Mass-Index, in drei verschieden Stadien eingeteilt. Die grundlegende Therapie bei Adipositas besteht aus den drei Bausteinen Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie. Bei der Ernährungstherapie sollen die Betroffenen lernen, bei der Nahrung darauf zu achten, dass diese ausgewogen ist und in den richtigen Mengen zu sich genommen wird. Wichtig ist, dass die Umstellung der Ernährung dauerhaft erfolgt. In der Verhaltenstherapie lernen die Betroffenen Strategien im Umgang mit dem Essen. Dadurch soll zu schnelles oder unbewusstes Essen vermieden werden. Die Bewegungstherapie soll dabei helfen, Körpergewicht zu verlieren und den Gewichtsverlust beizubehalten. Bereits mehr Bewegung im Alltag kann hilfreich sein.